DROBS AHLEN – Unser Literaturtipp für Profis und Laien
Was wir hier für die Menschen aus dem Kreis normalerweise tun?
Wir von der Sucht- und Drogenberatung Drobs Ahlen im Kreis Warendorf informieren hier meist über unsere wichtige Arbeit. Diesmal jedoch weichen wir etwas ab und möchten ein interessantes Werk vorstellen: Die SUCHT-ENYKLOPÄDIE. Die Herausgeber Otto Schmidt und Thomas Müller aus dem schweizerischen Basel sprechen Laien und Fachleute gleichermaßen an. Die Veröffentlichung erfolgte bereits 2021, ist jedoch nicht weniger interessant [1]. Insgesamt 40 hochdosierte Einzelbeiträge stellen die wichtigsten aktuellen Suchtthemen enzyklopädisch dar.
Warum die Sucht- und Drogenberatung Drobs Ahlen das Buch Addictionary vorstellt?
Als DROBS Ahlen stellen wir das Buch vor, weil Sucht eine Krankheit ist, weil Sie menschlich ist, weil Abhängigkeit immer eine Geschichte hat und in weitrechende Zusammenhänge eingebettet ist. Wir von der Sucht- und Drogenberatung Ahlen im Kreis Warendorf begreifen das als unsere grundlegende Haltung. Verschiedene Fragekomplexe werden ferner im Werk thematisiert: Wie entsteht eine Sucht? Wo liegt die Grenze zwischen genussvollem und problematischem Konsum? Ist Alkohol weniger schädlich als illegale Substanzen? Weshalb hören Süchtige nicht einfach auf zu konsumieren? Wann und warum werden Massnahmen in der Drogenpolitik getroffen?
Wie und welche Inhalte werden beispielhaft thematisiert?
Beispielsweise thematisiert der Beitrag von Dres Roman Schleifer und Michael Liebrenz das Thema Cannabis – als Medikament ist es gleichermaßen legalisiert und begehrt. Es kann jedoch auch das Risiko für das Auftreten einer Schizophrenie erhöhen. Verhängnisvoll ist das für die Mehrheit der Betroffenen, die „keinen Zusammenhang zwischen Cannabisgebrauch und ihrer schizophrenen Erkrankung“ herstellen können und die Droge als wohltuend und entspannend erleben. Dr. Lavinia Flückiger widerum nimmt zur Bedeutung von THC Stellung und ob es sich um eine sogenannte Einstiegsdroge handelt. Dabei belegen Längsschnitt- und Zwillingsstudien, dass vor allem früher und häufiger Cannabiskonsum mit dem späteren Konsum härterer Substanzen zusammenhängen kann. Je früher und häufiger eine Person Cannabis zu sich nimmt, desto größeren ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu stärkeren Substanzen greifen wird. Inwieweit dieser statistisch deutliche Zusammenhang auch tatsächlich eine Kausalität aufweist, bleibt offen.
Margrith Meier-Kessler hingegen geht der Frage nach, inwieweit Heroin riskanter als Alkohol ist. Die Antwort überrascht: „Reines Heroin ist für den Körper weniger schädlich als Alkohol.“ Eine britische Studie verglich 20 psychoaktive Substanzen und kam zu dem Ergebnis, dass „Alkohol in Bezug auf die Zerstörungskraft für Körper und Gesellschaft die Rangliste deutlich anführt“, weiß Margrith Meier-Kessler in der Sucht-Enzyklopädie zu berichten und bestreitet damit in keiner Weise ein Plädoyer für das sehr gefährliche Rauschmittel.
Was es sonst noch zu sagen gibt?
Weitere nützliche Informationen zur Sucht- und Drogenberatung DROBS Ahlen und unseren Angeboten gibt es auf unserer Homepage, bei Facebook, bei Instagram. Wir freuen uns auf Sie!
[1] Zum Buch: Erscheinungsjahr 2021, Seitzahl 152, ISBN-13: 9783958536326



