Substanzkonsum und Coronapandemie im Kreis Warendorf

Die Arbeit im Bereich der Suchtprävention und Drogenberatung ist derzeit ebenso gefragt wie voraussetzungsvoll. Doch welche Auswirkung hat das Infektions-geschehen von SARS-CoV-2 auf das Konsumverhalten unserer Klient*innen?

Allgemein lässt sich beobachten, dass die mit der Pandemie notwendige Kontaktreduzierung und Verzerrung der Tagesstruktur praktische Treiber bestehender Probleme sind. Das wissen unsere Berater*innen deutlich zu benennen. Eine Folge davon ist die Steigerung des Konsums von Rauschmitteln bei der Personengruppe, deren Nutzer*innenverhalten ohnehin als intensiver einzustufen ist.

Bezogen auf Cannabis bedeutet das tendenziell: Gelegentliche Nutzer schränkten den Konsum eher ein oder stiegen auf Alkohol um, wohingegen stärker Abhängige ihren THC-Konsum ausweiteten. Ähnlich verhält es sich mit dem in Deutschland seit Jahren steigenden Tabak und Alkoholmissbrauch. Gemäß einer aktuellen forsa-Umfrage hat sich dieser Trend in der Coronapandemie nochmals verstärkt. 1.005 Personen im Alter von 16 bis 69 Jahren wurden hierzu online repräsentativ befragt. Ein Viertel derjenigen, die bereits mehrmals wöchentlich Wein, Bier, Sekt oder Hochprozentiges konsumierten, gaben an, dies seit der Pandemie noch häufiger zu tun.

Ihr macht euch Gedanken über euer Konsumverhalten, das eines Freundes oder Familienangehörigen?

Wir vom Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf e.V. sind bei Fragen und Problemen für euch erreichbar!

Quellennachweise:
www.drobs-online.de
www.zdf.de/nachrichten/panorama/alkohol-kokain-corona-drogenkonsum-100.html
www.aerzteblatt.de/nachrichten/117613/Coronapandemie-verstaerkt-laut-Umfrage-Missbrauch-von-Alkohol-und-Tabak